Seit dem Massaker vom 7. Oktober leben viele Juden und Israelis mit einem Schmerz, der kaum Worte findet. Die Hoffnung, dass der jüdische Staat nach 1948 ein sicherer Ort sein würde, wurde an diesem Tag brutal erschüttert. Die Wunden der Shoah rissen wieder auf, und das Vertrauen in Israels Fähigkeit, seine Bürger zu schützen, wurde tief getroffen.
Heute, in einer Zeit, in der die Spannungen zwischen Israel und dem Iran weiter eskalieren und die Angst vor einer regionalen Ausweitung des Konflikts wächst, stellen sich neue, existenzielle Fragen: Wird Israel jemals wieder ohne permanente Bedrohung leben können? Warum fehlt der Welt oft das Verständnis für Israels Überlebenskampf? Und wie verhält sich Deutschland – 80 Jahre nach Kriegsende, 60 Jahre nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen und mit dem Versprechen, Israels Sicherheit zur Staatsräson zu machen? Als Autor des Buches „Schalom Habibi“ und Sprecher des Außenministeriums hat er deutliche Aspekte in der Entwicklung der Kommunikation mit dem Iran.
Als Sprecher der IDF versucht Arye Shalicar, deutschen Entscheidungsträgern und Medien die neue Realität des Nahen Ostens zu vermitteln. Seine Eindrücke hält er in einem persönlichen Tagebuch fest – ein Zeugnis einer Zeit, in der Hoffnung, Gebet und Entschlossenheit die einzigen Konstanten sind.
Wir laden Sie herzlich ein, mit Arye Shalicar, Dirk Bergner – Vorstandsmitglied der Freien Demokraten in Thüringen und Michael Panse – Antisemitismusbeauftragten des Freistaates Thüringen über diese Entwicklungen, ihre historischen Dimensionen und ihre Bedeutung für die Zukunft Israels und unserer gemeinsamen Verantwortung ins Gespräch zu kommen.